Kappenbrüder

Uniform:

  • Schwarze Hose oder schwarzer Rock
  • Gelbe Bluse oder gelbes Hemd mit Puffärmel
  • Kurze, rote und ärmellose Weste
  • Kleines Käppchen in den Narrenfarben rot, weiß, grün und gelb

Geschichte

Schon in den Anfängen der Karnevalgesellschaft wurden um die Jahrhundertwende in den hiesigen Wirtschaften sogenannte Kappenabende veranstaltet. Kappenabende waren ausschließlich Männersache. Wer jedoch als Bedienung arbeitete hatte das Glück, mit dabei sein zu dürfen. Da die Kostümierung damals noch sehr „dürftig“ war haben sich die Gäste einfach kleine Hüte, sprich Kappen aufgesetzt.

So richtig erwähnt wurden die Kappenbrüder erstmals in der ersten Satzung der Karnevalgesellschaft vom 6. Oktober 1928:
§ 2 „Der Elferrat hat das Recht Freunde und Gönner als Kappenbrüder zu berufen. Die Kappenbrüder nehmen nur mit beratender Stimme an den Sitzungen teil. Die Ernennung zum Kappenbruder- oder Schwester bedingt mindestens 2 Jahre aktive Beteiligung in der KGO“

Zusatz, erfolgt am 8.1.1950:
Zu den Kappenbrüdern gehört auch die jeweilige Prinzengarde. Die Kappenbrüder haben unter sich einen 1. Vorsitzenden und einen Stellvertreter zu wählen, dessen Wahl dem Elferrat mitzuteilen ist. Beim Ausscheiden eines Elferrats haben die Kappenbrüder die Lücke durch Wahl eines Kappenbruders zum Elferrat aufzufüllen.

Seit 1930 wird der 1. Vorsitzende der Kappenbrüder mit „Oberfeger“ betitelt. Es war dies Leopold Müller, Bäckermeister. Sein Stellvertreter, Christian Schilling, Sattlermeister, war dann folgerichtig der „Unterfeger“.

Fräulein Schlegel ernannte man 1934 zur ersten „Kappenschwester“. Sie konnte Klavier spielen und war somit unersetzlich bei den Gesangsvorführungen.

1949 explodierte dann die Mitgliederzahl der Kappenschwestern. Erstmals hatte die KGO neben dem Oberfeger Nikolaus Kösler eine „Oberfegerin“! Es war dies Friedl Hess mit ihren zwanzig neuen Kappenschwestern.

Alle Personen, die zum Gelingen der Fasnet beitrugen wurden also Kappenbrüder- oder Schwestern.

Heute sorgt diese Gruppe für den Ablauf der Prunksitzungen:
Kasse, Platzanweisungen, Licht und Ton, Bühnen Auf- und Abbau während der Vorstellung, Betreuung am Kinderball und Verteilung der Fasnetsküchle am Gompigen Donnerstag auf dem Marktplatz.

Aktueller Oberfeger:
Christian Ruess